Collegium Canticum Novum
„Singt dem Herrn ein neues Lied“: 30 Jahre Collegium Canticum Novum

Zu Pfingsten des Jahres 1982 fanden sich 16 junge Sängerinnen und Sänger im kleinen Ort Hedersleben am Rande des Harzes zusammen, um eine Chorgemeinschaft zu gründen. Geboren war die Idee in den Jugendsingwochen auf Schloss Mansfeld, die damals unter der Leitung von Carl-Gustav Naumann und Wolfgang Kupke standen. Seither treffen sich die Mitglieder des Collegium Canticum Novum sechs bis achtmal im Jahr, um an wechselnden Orten miteinander zu singen. Konzerte und musikalische Gottesdienste finden dabei in Dorfgemeinden genauso wie in bekannten Konzertkirchen ihre dankbaren Zuhörer.
Mit seinem Namen will der Chor auf das Psalmwort „Cantate Dominum canticum novum“ Bezug nehmen wie auch auf Werke zeitgenössischer Komponisten verweisen, die Teil eines jeden Programms sind. Derzeit besteht der Chor aus etwa 40 aktiven Sängerinnen und Sängern. Sie sind in den unterschiedlichsten Berufen tätig und kommen aus den verschiedenen Regionen vornehmlich der neuen Bundesländer.
Neben Werken verschiedenster Komponisten des 20. und 21. Jahrhunderts liegt der Schwerpunkt des Repertoires auf der Musik der Jahre um 1550 bis 1750. Inzwischen ist der Chor mit seinen A-cappella-Konzertprogrammen, die jährlich wechseln, in nahezu allen Teilen Deutschlands und in der Schweiz zu Gast gewesen. Dazu gehörten u.a. Auftritte zu Kirchentagen in Erfurt und Leipzig, in der Leipziger Thomaskirche, der Dresdner Kreuzkirche, bei den Merseburger Orgeltagen, Konzerte zu Jubiläen der Johann-Nepomuk-David-Gesellschaft und zu den Feierlichkeiten des 200. Geburtstages von Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf bei der Herrnhuter Brüdergemeine, wo ein eigens hierfür komponiertes größeres Werk des Dresdner Komponisten Manfred Weiss uraufgeführt wurde. Konzertreisen auf der Insel Usedom gehören seit vielen Jahren zu den Konstanten der Chorarbeit.
Seit der Gründung des Chores ist Matthias Mücksch sein musikalischer Leiter. Seit 1993 hat er als Kapellmeister an den Sächsischen Landesbühnen Dresden-Radebeul ein umfangreiches Repertoire im Musiktheater- und Konzertbereich dirigiert; inzwischen ist er an diesem Theater auch als Chefdisponent beschäftigt, hat einen Lehrauftrag als Dozent für Orchesterleitung an der Hochschule für Kirchenmusik Dresden und widmet sich der musikalischen Weiterbildung von Kirchenmusikern in verschiedenen Formen.
Die beiden Jubiläumskonzerte fanden am Samstag, dem 23. Juni, in der Quedlinburger Stiftskirche St. Servatii (innerhalb des Quedlinburger Musiksommers) und am Sonntag, dem 24. Juni, in der Bernburger St.-Bonifatius-Kirche statt.

Cordula Timm-Hartmann